Mahlke, Bussmann, Lechner, Brell im LCB

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Dienstag, 27.10.2015 20:00 Uhr

Die in Berlin ansässigen Schriftsteller Nina Bussmann, Martin Lechner, Inger-Maria-Mahlke und Aljoscha Brell lernten sich vor genau zehn Jahren kennen, als sie von der damals noch künftigen Nobelpreisträgerin Herta Müller mit ihrem strengen Kritik-Hämmerchen zurechtgeklopft wurden. Seitdem halfen sie einander, sich selbst zu verstehen, beschimpften und berauschten sich und lagen nachts mit schwirrenden Köpfen im Bett, weil nach ihren Treffen oft alles ins Ungewisse abzuschwenken drohte. An eine weitergehende Öffentlichkeit war lange nicht zu denken, die Manuskripte unfertig und die Verlage so verrammelt wie das Schloss bei Kafka. Heute erzählen die vier, die mittlerweile alle auch mit dem LCB verbandelt sind, von zehn Jahren gemeinsamer Arbeit, lesen aus ihren Romanen „Wie ihr wollt“ (Mahlke), „Große Ferien“ (Bußmann), „Kleine Kassa“ (Lechner) und „Kress“ (Brell) und berichten von Schnittmengen und Differenzen, von Diskussionen über Figuren als Wahrnehmungsapparate, Welthit-Romane und vielleicht sogar von dem verdammten Vogel von Graz.

Link: http://www.lcb.de/home/

Kress

"Gelungen ist besonders die Berlin-Atmosphäre – die überfüllten U-Bahnen, die typischen Wohnverhältnisse und viele bunte, lächerliche, schräge Figuren. So lässt sich das Buch als amüsante Unterhaltung lesen, aber auch als Etüde der Großstadteinsamkeit oder als Psychogramm eines zeitgenössischen Gernegroß."

Melina Savvidou, FAZ, 19.12.2015

"Aljoscha Brell erzählt in seinem tragikomischen Debüt von einer menschlichen Katastrophe – und überzeugt auf ganzer Linie."

Roman Halfmann, Hessischer Rundfunk

"[Brells] Roman ist zweifelsfrei dem Genre Unterhaltungsliteratur zuzuzählen, aber in vielem besser als das meiste, was man in diesem Herbst an sogenannter "ernster Literatur" zu lesen bekommt."

Dierk Wolters, Frankfurter Neue Presse

"Was die Lektüre manchmal beklemmend macht, ist der nachvollziehbare Kern von Kress' Verhalten: die erlittenen Kränkungen, die Abwehr des befürchteten Andersseins, Sehnsucht nach Nähe und die gleichzeitige Angst davor, sich dann in seiner ganzen Würstchenhaftigkeit zeigen zu müssen."

Andrea Kathrin Kraus, Kreuzer Leipzig